Fluoreszenzfarbstoffe zur Quantifizierung von freiem Kupfer
Patent 19025/TUB

Die Erfindung schlägt fluoreszierende Sonden zur Quantifizierung freier Metallionen, insbesondere freier Kupferionen (Cu²⁺), für die Analyse in biologischen und chemischen Proben vor. Durch die spezifische Wechselwirkung zwischen Fluorophor und Metallion entstehen messbare Änderungen in der Fluoreszenz, die eine quantitative Bestimmung der Metallionenkonzentration erlauben.

Vorteile
  1. Hohe Selektivität und Sensitivität
  2. Funktioniert auch in biologischen Flüssigkeiten und Zellproben
  3. Fluoreszenzmodulation kann durch Zugabe von Chelatoren reversibel sein
  4. Optische Detektion ohne aufwendige Probenvorbereitung
  5. Mehrere Bindungsstellen erhöhen die Nachweisstabilität
Anwendungsmöglichkeiten

Biomedizinische Diagnostik: Bestimmung von Kupfer- und anderen Metallionenkonzentrationen in Körperflüssigkeiten oder Zellproben. Umweltanalytik: Nachweis von Metallionen in Wasser- oder Bodenproben. Pharmazeutische Forschung: Untersuchung metallabhängiger Enzymaktivitäten. Materialwissenschaften: Kontrolle von Metallionen in industriellen Prozessen oder Katalysatoren.

Hintergrund

Die Echtzeitüberwachung biologisch bedeutender Metallionen wie Cu²⁺ und Zn²⁺ ist ein wertvolles Instrument für die Diagnose und Erforschung von Krank-heiten wie Alzheimer und altersbedingter Makuladegeneration.

Bislang gibt es jedoch nur eine begrenzte Anzahl fluoreszierender Sonden, die quantitativ und selektiv auf Veränderungen der Konzentrationen solcher Metallionen unter biologisch relevanten Bedingungen reagieren. Die vorliegende Erfindung erfüllt diesen Bedarf, indem sie leicht messbare, fluoreszenzbasierte Sensoren bereitstellt, die präzise und dynamisch auf Metallionen reagieren und sich besonders für die Verwendung in biologischen Proben eignen.

Technische Beschreibung

Die fluoreszierende Sonde besteht aus einem organischen Fluorophor, das über eine kovalente Bindung an eine oder mehrere metallbindende funktionelle Gruppen gekoppelt ist. Diese Gruppen können z.B.  Phosphonsäure- und Arsonsäuregruppen sein, die an Kohlenstoff- oder Stickstoffatome gebunden sind. Bei der Zugabe von Metallionen verändert sich die Elektronenkonfiguration im Fluorophor, was zu einer messbaren Fluoreszenzänderung führt. Die Methode erlaubt sowohl die Detektion einzelner Metallionen als auch die Unterscheidung verschiedener Ionenarten anhand spezifischer Fluoreszenzsignaturen.

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Ina Krüger

Technologietransfermanagerin

+49 (0)30 314-75916
ina.krueger@tu-berlin.de

Technischer Reifegrad
TRL 5

Versuchsaufbau in Einsatzumgebung

Schutzrechte

in Anmeldung: EP, US

Patentinhaber

Technische Universität Berlin

Möglichkeiten der Zusammenarbeit
  • F&E Kooperation
  • Lizenzierung
  • Patentkauf