RF-Biprisma für Nanosekunden-TEM
Patent 22037/TUB

Dynamische elektrische Prozesse in Halbleiterbauelementen und Nanostrukturen verlaufen zu schnell für herkömmliche Transmissionselektronenmikroskope (TEM). Bestehende Ansätze der zeitaufgelösten Elektronenholographie erfordern spezielle Anpassungen. Das hier vorgestellte, nachrüstbare Modul ermöglicht die phasensensitive Abbildung im Nanosekundenbereich auf etablierten TEM-Plattformen, wobei die statische Elektronenholographie erhalten bleibt.

Vorteile
  1. Plug-and-play-Nachrüstung per Blendenhalter
  2. Nanosekunden-Auflösung
  3. Zeitaufgelöste und statische Holografie
  4. Verlustarme Hochfrequenz-Signaleinspeisung
  5. Schnelle, präzise Elektronenphasensteuerung
  6. Kein umfangreicher Mikroskopumbau
  7. Bereit für OEM-Integration
Anwendungsmöglichkeiten

Das Modul rüstet kompatible TEMs für zeitaufgelöste TEM und Elektronenholografie mit Nanosekunden-Auflösung auf; statische Holografie bleibt möglich. Anwendungen sind dynamische Potenzialabbildung, Operando-Studien und hochfrequente Elektronenwellensteuerung. Kommerzielle Wege umfassen Lizenzierung, OEM-Integration und gemeinsame Entwicklung.

Hintergrund

Konventionelle Verfahren mit Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) bieten eine sehr hohe räumliche Auflösung, stoßen jedoch bei schnell ablaufenden Vorgängen an zeitliche Grenzen. Für die Untersuchung dynamischer Prozesse in Halbleitern und Nanostrukturen muss die Information daher nicht nur räumlich, sondern auch zu definierten Zeitpunkten erfasst werden. Die zeitaufgelöste Elektronenholografie verbindet die hohe räumliche Auflösung der Elektronenmikroskopie mit einer gezielten zeitlichen Kontrolle des Interferenzsignals.

Technische Beschreibung

Das neue, nachrüstbare  Modul kombiniert ein Elektronenbiprisma mit einer integrierten Hochfrequenz-Steuerelektrode. Die verlustarme koaxiale Hochfrequenz-Zuführung moduliert die Elektronenwellenphase schnell und präzise. Der Einbau erfolgt über einen konventionellen TEM-Blendenhalter, ohne umfangreichen Mikroskopumbau.

Im Betrieb erzeugt die Störeinrichtung zwischen Steuerelektrode und Mantel ein hochfrequentes elektrisches Wechselfeld im an den Passierbereich angrenzenden Bereich. Dieses Feld stört die Interferenz der Elektronenwellen. Zur Optimierung der Feldverteilung sind mehrere Elektrodengeometrien vorgesehen, darunter plane, zurückversetzte, konisch zulaufende sowie radial nach innen gewölbte Elektrodenenden.

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Ina Krüger

Technologietransfermanagerin

+49 (0)30 314-75916
ina.krueger@tu-berlin.de

Technischer Reifegrad
TRL 7

Prototyp im Einsatz

Schutzrechte

in Anmeldung: EP, US

Patentinhaber

Technische Universität Berlin

Möglichkeiten der Zusammenarbeit
  • Lizenzierung
  • Patentkauf
  • F&E Kooperation